Hunderte von Plänen, Fotos und Texten aus dem Nachlass waren zwischen zwei Buchdeckel zu bringen. Maßstab und Zoom sind die beiden formgebenden Gestaltungselemente des Buches.

Die erste Doppelseite wurde in Universe 90 Punkt gesetzt und schrittweise auf den Maßstab 1:10 verkleinert. Erst die Verkleinerung macht den Text erfassbar. Dieser Zugriff verdeutlicht den Umriss der Buchseite – eine Grenze, die (ganz im Sinne von Josef Lackner) gesprengt werden kann. Das ganze Buch hindurch wird die Schriftgröße Universe 90 Punkt (im Maßstab 1:10) beibehalten. Auf der allerletzten Textseite erfolgt analog zum Beginn ein »Hinauszoomen«.

Mit Bildern wird in ähnlicher Weise verfahren. Farbfotografie wird in der seriellen Abfolge von Projekten nur dort eingesetzt, wo sie etwas über die Architektur erzählt.

Preiswürdig

Süddeutsche Zeitung, 27.09.04, »Der Baumensch: Das Werk des weltoffenen Tiroler Architekten Josef Lackner«

»Der umfangreiche Band zeugt von einer Qualität, die bei Architekturbüchern selten geworden ist; eine übersichtliche Gliederung, einen klaren Seitenaufbau mit ruhiger Typografie, eine hervorragende Bebilderung mit Fotografien aus der Entstehungszeit der Gebäude. Schon allein für seinen visuellen Auftritt hat dieses Buch einen Preis verdient.«

Architekturforum Tirol (Hrsg.): Josef Lackner 1931–2000. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2004. 320 Seiten mit rund 750 Abb., 49 Euro